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So bringen Sie Ihrem Kind das Radfahren bei

Limar FahrradhelmeWährend manche Kinder fast ohne Hilfe den Umgang mit dem Fahrrad lernen, bringen andere die Eltern an den Rand der Verzweiflung. Vielleicht liegt es daran, dass das Kind noch nicht bereit ist, weil die motorischen Fähigkeiten fehlen. Häufig machen aber die Eltern entscheidende Fehler, die dem Kind das Radeln erschweren. Übrigens, die meisten Kinder lernen erst zwischen dem 6. und dem 10. Lebensjahr das Radfahren. Also haben Sie Geduld.

Die richtige Ausstattung ist wichtig

So bringen Sie Ihrem Kind das Radfahren beiSelbstverständlich gibt es Menschen, die auf einem viel zu großen Rad ihre ersten Übungen mit Bravour meisterten. Dies sind Ausnahmeerscheinungen oder Naturtalente und nur wenige werden es auf diese Art lernen. Sorgen Sie also für das richtige Equipment.

  • Größe des Rades: Kaufen Sie nicht nach dem Motto, dass Ihr Kind wächst und seine Körpergröße bald zum Rad passen wird. Bis dahin hat es den Spaß verloren. In der Regel brauchen jüngere Kinder 16 bis 18 Zoll-Räder und ab dem 8. Lebensjahr sind Fahrräder mit 18 bis 20 Zoll angemessen. Aber wichtiger ist, dass Ihr Kind bequem im Sattel sitzt und dabei beide Fußballen auf den Boden setzen kann. Es muss am Lenker der Bremse erreichen und soll aufrecht aber nicht gestreckt sitzen, wenn beide Hände auf dem Lenker liegen.
  • Schutzhelm: Der Helm bietet Sicherheit vor Kopfverletzungen. Ihr Kind soll von Anfang an lernen, dass es nur mit Fahrradhelm auf das Rad darf. So wird die Sicherheit zu Gewohnheit. Aus diesem Grund besteht ab der ersten Übungsstunde Helmpflicht, auch wenn der Gesetzgeber dies nicht vorschreibt.
  • Knie und Ellenbogenschützer: Diese Schutzkleidung wird Ihr Kind später sicher nicht mehr tragen, es macht trotzdem Sinn sie zu Beginn anzuziehen. So verhindern Sie, dass die unvermeidlichen Stürze wehtun. Ihr Kind fühlt sich auf dem Rad sicherer. Sie können darauf verzichten, wenn Sie wissen, dass Ihr Kind auf kleinere Blessuren nicht mit Angst reagiert.

Vor- und Nachteile von Schutzausrüstung für Kinder beim Radfaren

  • geringere Verletzungsgefahr
  • einfaches Anlegen
  • in Uni-Größen erhältlich
  • es gibt keine rechtlich festgelegte Helmpflicht

Balance muss geübt werden

Mit dem Fahrrad zu fahren ist komplizierter als Sie denken. Es ist Ihnen lediglich so vertraut, dass Sie die Komplexität nicht mehr wahrnehmen. Ihr Kind muss lernen auf dem Rad zu balancieren und mit der ungewohnten Tretbewegung für Vortrieb zu sorgen. Beides zusammen zu lernen überfordert Anfänger.

Tipp! Kinder lernen deutlich einfacher Radfahren, wenn Sie zuvor einen Roller haben oder noch besser ein Laufrad. Mit diesen Geräten lernen Sie die Balance zu halten und entwickeln das nötige Körpergefühl. Sie müssen auf dem Rad also nur noch das Treten lernen.

Wenn Ihr Kind kein Laufrad hat, stellen Sie den Sattel zunächst etwas niedriger und lassen Sie es mit dem Fahrrad „laufen“. Bestehen Sie nicht drauf, dass es die Pedale nutzt. Es soll zunächst mit dem Rad vertaut werden. Meist versuchen die Kinder von alleine, nach einiger Zeit auch in die Pedale zu treten. Nun wird es Zeit, den Sattel höher zustellen. Es soll nur noch mit beiden Fußballen auf der Erde stehen können, wenn es im Sattel sitzt.

Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten

Fehler Folge
Stützräder am Fahrrad Das Kind lernt, dass ein Rad nicht umfallen kann. Es braucht nicht zu balancieren und gewöhnt sich eine falsche Technik an. Ohne Stützräder muss es das Radfahren neu lernen. Dies fällt nun besonders schwer.
Am Sattel oder am Lenkrad festhalten, um Stürze zu vermeiden Das Kind fährt nicht selbst, sie schieben das Fahrrad, auf dem es sitzt. Es lernt weder die Pedale zu nutzen, noch das Gleichgewicht zu halten.
Schieben, damit das Kind in Fahrt kommt Ein kleiner Anschubser ist hilfreich, längeres Schieben lässt das Kind nicht den Zusammenhang zwischen Treten in die Pedale und Geschwindigkeit erkennen.
Stürze dramatisieren Wenn Sie nach jedem Sturz das Kind auf Verletzungen untersuchen, wird es bald Radfahren für sehr gefährlich halten. Trösten Sie es, wenn es weint und animieren Sie es zu einem neuen Versuch.
Druck aufbauen Weder die Geschichte, wie schnell Sie radeln lernten, noch der Vergleich, dass kleiner Kinder besser fahren, sind hilfreich. Dies gilt auch für positiven Druck (am Sonntag zeigen wir es Oma, wie toll du fährst). Druck nimmt die Lust am Üben und verkrampft.
Weichen Untergrund auswählen, um Stürze zu mildern Eigentlich logisch, dass dies keinen Sinn macht. Versuchen Sie es getrost mal selber auf einer unebenen Wiese zu fahren. Sie werden merken, wie schwer das ist. Ideal ist eine glatte betonierte Fläche, beispielsweise ein leerer Parkplatz.
Übungen zu früh beenden Schön, wenn Ihr Kind es schafft, alleine loszufahren und ein paar Meter geradeaus zu radeln. Es kann aber nicht Radfahren, üben Sie mit ihm große Kreise zu fahren, die immer enger werden, denn es muss auch Kurven beherrschen. Außerdem muss es lernen, auf verschiedenen Untergründen sicher zu radeln.

Mit Geduld und ohne Druck wird Ihr Kind das Radfahren mit Sicherheit lernen. Achten Sie lediglich auf gute Vorübungen und die richtige Ausrüstung.

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